licht

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waldweg

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Nachruf für Edith Maria Bürger (1946–2020)

Gibst du deine Träume auf – / so ist es, / wie ein Stückchen zu sterben.“ schrieb Edith Maria Bürger noch vor wenigen Jahren. Am 8. September 2020 verstarb sie im Alter von 73 Jahren nach langer Krankheit. In den letzten Jahren wurde es immer leiser um die einstmals so produktive Dichterin und Zeichnerin. Im Jahr 2002 erschien ihr einziger zu Lebzeiten veröffentlichter Gedichtband mit dem Titel „Leben ist…“ im GOKI-Verlag, der nur einen Bruchteil ihres Gesamtwerks ausmacht. Abgesehen von Gedichten verfasste sie zahlreiche Erzählungen, Kurzgeschichten und Texte für Kinder. Sie veröffentlichte im In- und Ausland in etlichen Zeitschriften und Anthologien und vertonte auch eigene Hörbücher. Besonders stolz war sie (zurecht) auf ihre Veröffentlichung von Texten im Magazin BENE oder über die Auszeichnung bei Poetry on the cover. Über viele Jahre gehörte sie dem Autorenkreis „Ruhr-Mark“ an. Etwa 18 Jahre lang tauschten Edith und ich Briefe und E-Mails, philosophierten über Literatur, besprachen und kritisierten die Texte des jeweils anderen. Sie wird mir fehlen. Als liebenswert kritische Stimme, als Dichterin. Als meine beste Freundin.

Abgetaucht

von Edith Maria Bürger

Ein Fell wuchs mir
an einem überwinterten Tag
als ich kalt in dir war
entledigte ich mich des Wuchses
und meiner Gedanken.
Und du hauchtest
Blütenknospen
auf meine Haut
die offenporig entflammte.
Und die aufkommende Nacht
deckte zu
was wir uns offenbarten.

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jungfrau

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neophyten in Farbe

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MDV-Interview

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dreaming of fiji II

II

die ewigkeit ist nur ein wendekreis,
hufeisenrost des sternbilds reiter,
a tergo der berge, zergletschernder schweiß,
ein findelwind, nichts weiter

als des echos blindenschrift,
der krüppelbot unärer labyrinthe,
die zeit, die ihresgleichen übertrifft,
teils finderlohn, teils finte,

geruch des hungers, wärter allen wartens
des schweigens monotone prosodie,
ein fehlversuch, die null zu zäumen,

der vorschriftspsalm des schrebergartens,
ein zahlenspiel der engel, die
das nichts sich wünschen, um es zu versäumen.

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unterricht

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usambara

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dreaming of fiji I

I

was uns der abgrund lehrt? was wolken träumen:
von schulterlangen meeren im exil,
wachholderaugen, krückstockbäumen,
gebückten zungen, tschernobyl,

von sich als ihrer eigenen metapher,
cumulus interruptus in der kluft,
der engel devisenbeschaffer,
gelageplänen, algorithmenduft,

der vetternwirtschaft im taifun,
der ewigkeit, die sich nie findet,
von ihrem regenwunden weiß.

we are as clouds that veil the midnight moon
so ungeuer oben, dass der abgrund schwindet.
die ewigkeit ist nur ein wendekreis.

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