Gedicht der Woche (XXV)

sternschnuppenvogel, nirgendzweignacht,
hauchfühlbare westwindgesundung.
das lied seiner seele im staub angefacht.
vergeblich die lebensbekundung.

geheimnisgeknechtet, vom blitz zwiegeteilt,
o wolkengeruch im gefieder …
das tote, so heißt es, damit es verheilt,
kehrt heilloses wieder und wieder.

wie mühlos der tiefflug ihm immer gelang:
im bitteren norden, im fruchtwachen süden.
gemästet von beeren, rosinen, gesang,

von larven und auch pestiziden.
das festmahl geht nun gewohnt seinen gang.
zerfressen findet er frieden.

(noch unveröffentlicht, aus dem noch fragmentarischen Zyklus danse macabre)

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