Gedicht der Woche (XL)

die letzten seiten sind noch immer leer,
zensiert von blattfraß, raupentraumdistichen,
der quersumme aus licht, im peripher.
das fehlende mit atem durchgestrichen.
von regen zugeweicht. die ruhezeiten
des mikrokosmos blieben im gehör
des falters, der uns köderte mit wirklichkeiten
und ihren oberflächlich wahrem interieur.
herbarisiert sein tanz im abdruck unsrer hände.
die letzten seiten bleiben. nimmerhin.
das buch, es blendet uns: durch alles weiße.
du sagtest einst bevor ich dir mein herz verpfände,
will ich nie werden, wie ich bin.

es endete noch vor beginn die reise.

(aus: enzyklopädie des atems, noch unveröffentlicht)

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