Gedicht der Woche (I)

dichterlesung

da steht es nun das wasserglas.
zur sprache kommt die kohlensäure.
das publikum hat seinen spaß:
fernab sucht es das ungeheure.

der saal ist groß. die reihen leer.
man wartet lieber etwas länger.
der dichter lebt von ungefähr
und schnallt den gürtel wieder enger.

geschwatzt wird auf den letzten plätzen –
der dichter liest nicht laut genug.
statt zuzuhören, rumzuätzen:
das ist ein deutscher wesenszug.

gelangweilt die geladnen gäste …
so nimmt die lesung ihren lauf.
am ende aber kommt das beste:
der rülps des dichters weckt sie auf.

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